13 Kinder beim Taufkurs des Dekanates dabei

Einen Taufkurs für Kinder von drei bis zehn Jahren bietet die katholische Kirche in Göttingen jedes Jahr im Frühjahr an. Drei Termine umfasst der Dekanatstaufkurs, der unter dem Motto „aufgenommen werden – ein Weg in die Kirche für Kinder und Familien“ steht. Geleitet wird der Kurs von Gemeindereferentin Barbara Matusche. Die Durchführung der drei Termine übernehmen die Katechetinnen Prisca Oberdorfer, Katja Nilsen und Monika Ahrend. Die Treffen erfolgen im Pfarrheim von St. Godehard.

In diesem Jahr nehmen neun Familien mit 13 Kindern an den Kurstreffen teil. Bevor die Treffen starteten, gab es einen Informationsabend für die Eltern. Bei diesem wurden die wesentlichen organisatorischen Fragen geklärt.

Bei der Gestaltung des Kurses ist es den Verantwortlichen wichtig, dass die Mädchen und Jungen, die getauft werden sollen, mit einbezogen werden. Aus diesem Grund wurde beim ersten Treffen eine Gruppenkerze gestaltet, auf der die Kinder des Kurses mit ihren Händen verewigt sind. Jedes Treffen des Kurses hat ein eigenes Thema. Das erste Treffen stand unter dem Motto „Lasset die Kinder zu mir kommen“. „Bei diesem Treffen haben wir den Kirchenraum erkundet, in dem wir mit den Kindern eine Kirchenraum-Rallye veranstaltet haben“, berichtet Katja Nilsen. Das zweite Treffen hat das Motto „Jesus, du bist für uns Licht des Lebens“ und den Abschluss des Kurses bildet das Thema „Ablauf und Riten der Tauffeier“. „Beim dritten Treffen besprechen wir mit den Täuflingen die Symbole der Taufe“, sagt Nilsen. Neben der Gruppenkerze haben die Kinder auch Hände gebastelt, auf denen ihr Name steht und die zu Beginn des jeweiligen Treffens in die Mitte gelegt werden. Ebenso wird die Kerze entzündet und ein gemeinsames Lied gesungen.

Geschichte des Bartimäus als Einführung zum Thema Licht

Die Hände stehen zum Start des zweiten Treffens im Mittelpunkt. Denn Katja Nilsen möchte von Mädchen und Jungen wissen, was man mit den Händen alles machen kann. Die Antworten hierzu lauteten beispielsweise: festhalten, werfen, schreiben und helfen. Zur Einleitung auf die biblische Geschichte, die während des Treffens erzählt wurde, absolvierten die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern eine Vertrauensübung. Mit verbundenen Augen wurden sie zunächst herumgeführt, bevor sie dann ihre Eltern herumführen durften.

Im Anschluss an die Übung erzählten dann Prisca Oberdorfer und Monika Ahrend gemeinsam die Geschichte vom blinden Bartimäus. Zur Hinleitung hierzu hatte Monika Ahrend eine Truhe, die Bibel-Truhe, dabei. „Was ist die Bibel?“, wollte Ahrend von den Mädchen und Jungen wissen. Die Antwort war eindeutig: „Ein großes Buch, in dem die Geschichte Jesus steht.“ In der Bibel-Truhe befanden sich eine Puppe, die die Augen verbunden hatte, und ein Stab. Die Puppe stellte Bartimäus dar. Bartimäus weiß, wer Jesus ist, und dass dieser für die Menschen in allen Situationen da ist. „Bartimäus hört, dass Jesus kommt. Er ruft Jesus um Hilfe an. Wollen wir Jesus auch laut rufen?“, fragt Ahrend die Kinder. Und schon rufen diese laut „Jesus, hilf mir“. Jesus hört Bartimäus und geht zu ihm. Dieser soll dann seine Augenbinde abnehmen „Du kannst sehen. Dein Vertrauen hat dir geholfen“, sagt Jesus zu Bartimäus. „Jesus ist das Licht der Welt“, erklären Ahrend und Oberdorfer den Kindern.

Nach der Pause geht es in die Kirche

Fester Bestandteil des Kurses ist auch eine Snack-Pause, zu der alle Familien etwas beisteuern. Im Anschluss daran gehen die Mädchen und Jungen mit Prisca Oberdorfer und Monika Ahrend in die Kirche. Während die Eltern mit Katja Nilsen noch offene Fragen rund um die Taufe klären.

In der Kirche wurde das Thema „Jesus, du bist das Licht der Welt fortgesetzt“. So sollten die Mädchen und Jungen erzählen, was an einer Kerze schön ist, etwa dass sie wärmt und Licht spendet. Außerdem gab es mehrere Bilder, bei denen die Kinder sagen sollten, was sie auf ihnen sehen. „Eine Kerze kann eine Helligkeit in der Dunkelheit sein. Dieses Licht zeigt uns, dass Jesus bei uns ist“, sagte Prisca Oberdorfer zu den Mädchen und Jungen. Außerdem wurde besprochen, wie die Menschen füreinander ein Licht sein können. Etwa in dem sie einander helfen und sich gegenseitig trösten, wenn es notwendig ist. Zum Abschluss des Treffens wurde die Ergebnisse dann noch den Eltern präsentiert. 

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit