Der Kirchenausbauverein »Maria Königin des Friedens« e.V.

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs der Ort Geismar beträchtlich an durch den Zuzug von Flüchtlingen, Vertriebenen sowie 1952 durch Zuzug aus dem Obereichsfeld aufgrund der undurchlässigen Zonengrenze. In der Zietenkaserne im Südosten Göttingens war eine größere Anzahl katholischer Bundeswehrsoldaten stationiert. Da es sich um mehrere Stäbe und ein Musikkorps handelte, waren auch verhältnismäßig viele Familienangehörige hier wohnhaft. Der Bonifatiusverein betonte in einem Schreiben vom 2. Oktober 1958 die Notwendigkeit eines Kirchenbaues in Geismar.

1960 wurde mit dem Bau der Kirche begonnen, die Grundsteinlegung war am 30. Oktober 1960. Der Hildesheimer Weihbischof HH. Heinrich Pachowiak weihte sie am 29. Oktober 1961; sie erhielt von S. E. Bischof Heinrich Maria Janssen den Namen »Maria Königin des Friedens«.

Der damaligen Zeit entsprechend, wurde dieses Gotteshaus sparsam ausgestattet. Da eine Orgel fehlte, gründeten 1969 aktive den „Orgelbau-Verein Maria Königin des Friedens“, der sich, nachdem das Vorhaben realisiert war, 1972 in Kirchausbau-Verein, dann im Jahr 2005 Kirchenausbau-Verein »Maria Königin des Friedens« e. V. umbenannte.
»O Herr, ich liebe die Zierde Deines Hauses und die Wohnung Deiner Herrlichkeit« Ps. 26 (25), 8

Satzung des Kirchenausbauvereins der katholischen Kirchengemeinde "Maria Königin des Friedens" e. V., Sandersbeek 1, 37085 Göttingen

gem. Kanzlei Dr. Kleinjohann & Dr. Buschhaus, Göttingen –387/05KL20N


§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

Der Verein führt den Namen
Kirchenausbauverein der Katholischen Kirchengemeinde
„Maria Königin des Friedens“ e. V.
Der Verein hat seinen Sitz in Göttingen. Er ist unter VR 1083 in dem Vereinsregister des Amtsgerichts Göttingen eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

Der Verein verfolgt den Zweck, die von der Mitgliederversammlung beschlossenen Projekte zur Ausgestaltung der Kirche „Maria Königin des Friedens“ in Göttingen und der Kapelle „Heilig Kreuz“ in Gleichen OT Rittmarshausen sowohl in als auch an den Gebäuden sowie außerhalb der Gebäude (periphere Anlagen) zu finanzieren.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des § 51 AO. Er ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigen-wirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen geldwerten Vorteile aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Bei Auslösung des Vereins oder bei Wegfall der bisherigen gemeinnützigen, steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Katholische Kirchengemeinde „Maria Königin des Friedens“, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.

§ 4 Mitgliedschaft

Mitglied des Vereins kann jede natürliche Person werden. Über die Aufnahme beschließt der Vorstand. Die Mitgliedschaft endet durch Tod oder durch Austritt aus dem Verein.

Der Austritt aus dem Verein ist vierteljährlich möglich, und zwar zum 31. 3., 30. 6., 30. 9. und 31. 12. eines jeden Jahres. Der Austritt muss schriftlich mit einer Frist von mindestens sechs Wochen gegenüber mindestens einem Vorstandsmitglied erklärt werden.

§ 5 Beiträge

Der Mitgliedsbeitrag pro Monat beträgt mindestens 1,00 €

§ 6 Organe

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

§ 7 Mitgliederversammlung

Zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung sind alle Mitglieder berechtigt. Jedes Mitglied hat eine Stimme.

Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal jährlich statt.

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand einberufen. Ort der Tagung und die Tagesordnung sind mindestens zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung durch zweimalige Veröffentlichung im wöchentlichen Pfarrbrief bekannt zu geben.

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden des Vorstandes oder seinem Vertreter geleitet. Das Protokoll ist vom Schriftführer auszufertigen und vom Versammlungsleiter zu unterzeichnen.

Zur Beschlussfassung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen.

§ 8 Vorstand

Der Vorstand besteht aus fünf Personen, nämlich dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Kassenwart, dem Schriftführer und dem jeweiligen Pastor der Kirchengemeinde „Maria Königin des Friedens“ in Göttingen.

Alle fünf Vorstandsmitglieder bilden den Vorstand im Sinne von § 26 BGB. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den Vorsitzenden und ein weiteres Vorstandsmitglied vertreten.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Bis zur Neuwahl bleibt der Vorstand im Amt. Scheidet ein Mitglied während der Amtszeit aus, kann der Gesamtvorstand ein Ersatzmitglied für die restliche Amtsdauer des Ausgeschiedenen wählen.

Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins und erledigt alle Verwaltungsaufgaben, soweit sie nicht durch die Satzung oder Gesetz einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

 

  • a)Ausführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
  • b)Einberufung und Vorbereitung der Mitgliederversammlung,
  • c)Aufstellung des Haushaltsplanes für jedes Geschäftsjahr, Buchführung, Erstellung des Jahresberichtes,
  • d)Aufnahme von Mitgliedern.

§ 9 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung beschlossen werden. Insoweit ist eine Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen erforderlich.

§ 10 Beschlüsse

Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß mit einer Frist von mindestens sieben Tagen unter Angabe der Tagesordnungspunkte schriftlich einberufen wurde und mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind. Wird eine Sitzung wegen Beschlussunfähigkeit aufgehoben, so ist unverzüglich ein neuer Termin anzusetzen. Bei diesem neuen Termin ist die Beschlussfähigkeit in jedem Fall gegeben, wenn in der Einladung darauf hingewiesen wird.

§ 11 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

[Amtsgericht Göttingen, 8. Juni 2006]

(G. Schröder 2/2010)

Kirchenausbauverein »Maria Königin des Friedens« e. V. Göttingen

Chronologie seiner Leistungen (ohne Angabe der Beträge)

1969

10. Februar: Gründung des „Orgelbau-Vereins Maria Königin des Friedens“
1. Vorsitzender: Herr Albert Wiegel

21. Dezember: Weihe der neuen Orgel.
Die Disposition der Orgel erstellte Herr Joachim Förster, Organist an St. Paulus.
Orgelbau-Firma Gebr. Krell, Duderstadt: 17 klingende Register, 2 Manuale, Pedalwerk.

1970

5. Februar: Mitgliederversammlung. Neuwahl des Vorstandes.
1. Vorsitzender: Herr Emil Pohl

28. April: Festgottesdienst anlässlich der Vollendung der neuen Orgel unter Mitwirkung des Wuppertaler Kammerchores.

1972

19. Juli: Umbenennung des Orgelbau-Vereins in „Kirchausbauverein der kath. Kirchengemeinde Maria Königin des Friedens“ Geismar mit dem Ziel, die Ausgestaltung der an sich schlichten, doch zu Andacht und Meditation einladenden Kirche zu ermöglichen.

1973

November: Umgestaltung der Kirche/Altarraum aufgrund der Liturgie-Vorgaben des II. Vatikanischen Konzils (11. 10. 1962–8. 12. 1965).
Firma Gerloff & Söhne, Natur-u. Kunststeinwerk, Eschwege -Firma H. Engelhardt, D’stadt

1974

31. Januar: 6 Altar-Standleuchter, Fa. Raimund Lange, Wolfsburg

1976

30. November: Tragekreuz über dem Tabernakel, gestiftet von Frau Martha Mintert, Fa. Raimund Lange, Wolfsburg

1981

September: Mehrlichtleuchter, Fa. Carl Ludwig, Kirchengeräte, München
Umarbeitung von 2 Natursteinblöcken, Fa. Füllgrabe, Bovenden
Strahlerleuchte, Fa. Kerl, Göttingen
29. September: Restaurierung der Madonna, Fa. Ochsenfahrt Paderborn
Spende am 24. November ans Dekanat Göttingen „Brüderlich teilen“

1984

Installation der Lautsprecheranlage

1986

Beiträge zur Renovierung der Kirche und Sakristei-Installierung der Sprechanlage –
Neugestaltung des Kirchenvorplatzes

1991

November: Liedanzeigetafel, Fa. Kerl, Göttingen/Baugeschäft Fröhlich, Rosdorf

1994

Dezember: Buntglasfenster in Rittmarshausen

Dezember: Restaurierung der Bleiverglasung im Altarraum. Fa. Peters Paderborn

1995

Februar: 2 Emporefenster 3,47 m x 6,46 m, bestehend aus je 152 Feldern.
Entwurf Frau Prof. Christine Triebsch, Halle,
Glasmalerei Peters, Paderborn

1998

September: Lieferung und Montage einer kompl. Glockenanlage:
elektr. Läutewerk 3 Bronzeglocken ges’–b’ –des’’ – Firma Kisselbach, Baunatal. Erstes Geläut am Sonntag, 19. September 1998.
(Die 3 Glocken wurden ersetzt durch eine neue b’ wegen der angebl. Instabilität des Turmes – am 12. März 2008 wurde sie geweiht. Gießerei A. Bachert, Karlsruhe.)

1999

Aufarbeitung der Tische im Pfarrheim, Fa. Sarinap, Gleichen

27. Mai: Restaurierung der Madonna „Maria Königin“, Fa. Ochsenfahrt Paderborn Schmiedeeisernes Kerzengitter und Ablage, Familie Josef Schneider

2000

Dezember: Polsterung der Kniebänke. Fa. Wagner, Worbis

2001

August. Restaurierung „Madonna mit Kind“, Fa. Ochsenfahrt, Paderborn

2002

März: Bücherkiste für Kinder. Buchhandlung Hertel, Göttingen

Mai: Restaurierung Hl. Joseph. Fa. Ochsenfahrt, Paderborn

Mai: 1 Epson Beamer EMP-600, Fa. Klein Göttingen (Anteiliger Zuschuss)

Juni: Stellwände. Fa. Wiedemann, Celle

Juli: Holzdielenböden erneuert. Fa. Bartholemy, Göttingen

September: Entwurfs-Honorare der 3 Künstler,
Entwurf „Marien-Emblem“

2003

28. Mai: Aufstellen des Namensschildes an der Straße, Ecke Sandersbeek

2005

21. März: Mitgliederversammlung mit Vorstandswahl. Herr Emil Pohl wünscht nach 35 Jahren Vorsitz aus Altersgründen einen Nachfolger.
Wahlergebnis:
1. Vorsitzender: Gerhard Schröder, Stellvertreter
Michael Heider, Kassenwart
Wolfgang Ott sowie Hildegard Weidlich und eo ipso Pfarrer Manfred Barsuhn

13. Dezember: Neue Satzung beim Amtsgericht Göttingen eingetragen.
Durch die Schreibweise des Notars heißt der Verein „Kirchenausbauverein Maria Königin des Friedens“.

2006

27. Oktober: Relief „Maria Königin des Friedens“ an der Frontseite der Kirche. Künstlerin Sr. M. Christophora Janssen, Abtei St. Hildegard, Rüdesheim-Eibingen (23. November. Ingenieurbüro für Tragwerkplanung Dipl.-Ing. L. Damm, A. Nachtwey,
G. Kopp, Duderstadt, Beratungs- und Überwachungsarbeit vom 1. März bis 8.November 2006 durch Dipl. Ing. Nachtwey.
Putz- und Ausbaufirma Hildebrandt, Wollbrandshausen – Montage der Keramik-Platten,
Fa. Sittig, Duderstadt, Subunternehmen Fa. Dornieden, Berlingerode

26. November: Weihe des Reliefs durch Pfarrer Manfred Barsuhn

2007

12. März: Jahreshauptversammlung. Vorstandswahlen.

11. April: Installation zur Anstrahlung des Reliefs. Albrecht+Jacobsen, Ellihausen
Planung des Schaukastens an der Hauptstraße

6. Juni: Spende des Taufbrunnens.

12. Juli: Aufbau des Fahnenmastes auf dem Kirchengelände

2008

August: Gebetbuchregal

Oktober: Grafische Entwürfe zur Neugestaltung des Pfarrheim-Einganges

2009

10. März: Neuwahl/Wiederwahl des Vorstandes

9./10. März: Reinigung und Restaurierung des Orgelprospektes. Firma M. Bartholemy

14. Juni: Großes Orgelkonzert zum 40. Jubiläum von Orgel und Kirchenausbau-Verein

15. November: Weihrauchfass-Garnitur und Zuschuss für liturg. Messdiener-Gewänder

2010

März: Entwurf der Vorder- und Rückseite des Marien-Messgewandes (Kasel) "Maria Königin des Friedens" und Auftrag an die Benediktinerinnen-Abtei „Mariendonk“, Grefrath – zum Patronatsfest am 22. August 2010

18. Juni: Restaurierung des Altarbildes durch Diplom – Restauratorin Beate Skasa-Lindermeier,

21. Juli: Punktlichtstrahler im Chor und an der Madonna

August: Prozessionsfahne »Maria Königin« mit Tragegurt

2011

Februar: 2 Acrylglasscheiben für Liedanzeigekästen

April: 3-teilige Infotafel im Pfarrheim

Juni: Altarleuchter, Bronze, fürs Ewige Licht, Schreibmayr, München

August: Broschüre „Kirchenführer/Dokumentation“ v. Gerhard Schröder

2012

13. April: Reparatur Liedanzeigekästen, Fa. J. Leibold, Hünfeld

21. April: Figur „Dankendes Kind“

5. Juni: Abtei Mariendonk. 10 Mantelalben für die Lektoren

7. Juni: Theben Zeitschaltuhr für Läutewerk. Fa. Engelhardt, Göttingen

8. September: Großer Spiegel für die Sakristei. Fa. Welling

13. November: Bewegungsmelder im Außenbereich

19. November: 3 Pultleuchten für Musikgruppe Familiengottesdienst

2013

22. Februar: Chorraumbeschallung, 2 Schallformer, Seisakustik, Gehrden

24. Oktober: 3 Kelch-Pallae. Abtei Mariendonk, Grefrath

30. Oktober: (Neue) Straßenschild-Anlage, Fa. SignMaker und Neues Logo "M"

2014

28. Januar: Neue Kirchenfahne (Ersatz)

7. Januar: Projekt Andachtskapelle, "Auferstehungskapelle"

13. Juni: Reparatur Ablaufventil am Weihwasser-Krug, Neidel & Christian

16. Oktober: Kirchenfahne Gelb/Weiß mit „Vatikan-Wappen“
 
 

2015

Beitrag zur Orgelrestaurierung

Unterstützung der Flüchtlingshilfe im GDLager Friedland            

2016

Neue Liedanzeige-Leuchttafeln mit Funksteuerung + 2 mobile Zahlengeber

Unterzeichnung  G.Sch. 10/2016