GDA WOHNSTIFT - Erste Ausfahrt nach Corona

Erste Ausfahrt nach Corona: Ziel der Wohnstiftgemeinde und der Senioren aus Maria Frieden war das Koptische Kloster Brenkhausen

Am 7. September 2022 ging die Fahrt zum Kloster Brenkhausen bei Höxter. Pfarrer Algermissen war als geistlicher Begleiter mit dabei. Die Fahrt ging über Hann.-Münden und entlang der Weser nach Brenkhausen. Dort wurde die Gruppe schon erwartet und herzlich begrüßt. Im Refektorium des Männerklosters war schon Kaffee und Kuchen für die Gruppe aus Maria Frieden gedeckt. Ein Leckerbissen waren die selbst gebackenen Torten und Plattenkuchen der Schwester des Bischofs. Während des Kaffeetrinkens kam Bischof Damian zu der Gruppe und hieß sie willkommen. An der Stirnwand des Refektoriums befindet sich ein großes Abendmahlbild. Bischof Damian erklärte den Anwesenden das Bild mit seiner Geschichte.

Nach dem Kaffeetrinken erklärte er uns die Historie des Ensembles. Das Kloster hat eine wechselvolle Geschichte. 1245 von den Zisterzienserinnen gegründet. 1280 nach einem Brand neu errichtet. 1320 wurde die Kirche geweiht. In der Mitte des 16. Jahrhunderts begann der Niedergang. 1601 wurde es mit Benediktinerinnen neu besiedelt. 1803 wurde das Kloster säkularisiert und die Baulichkeiten in eine landwirtschaftliche Domäne überführt. Verschiedene weltliche Besitzer wie Landgraf Karl von Hessen-Rotenburg bewirtschafteten das Anwesen, welches immer mehr zerfiel.
1993 kaufte Abt-Bischof Anba Damian für die Koptische Kirche für einen symbolischen Preis von 1 DM die Ruine. Mit der Unterstützung vieler Freiwilliger gelang es den koptischen Christen erst den Süd-, West- und 2007 den Nordflügel zu sanieren. Die traditionelle Lehmbauweise wurde bei den Wanderneuerungen eingesetzt. Auch eine Gruppe unserer Gemeinde half beim Wiederaufbau.
In der Kapelle erklärte Bischof Damian die Geschichte der Koptischen Kirche. Sie ist die ursprüngliche Kirche Ägyptens, gegründet im ersten christlichen Jahrhundert vom Evangelisten und Apostel Markus. Sie ist stark durch das Mönchstum der frühen Christenheit geprägt. In ihrer Geschichte erlebte sie die Christenverfolgung durch die Römer, später durch den Islam. Heute sind ca. 20% der Ägypter koptische Christen.
Vor der gemeinsamen Andacht von Bischof Damian und Pfarrer Algermissen erklärte der Bischof den Anwesenden den Aufbau und die Ikonenanordnung der Ikonestase. Die Kreuze der koptischen Kirche sind stets aus Holz, um die Demut aller zu betonen. Vor der Durchführung der Andacht brach der Bischof das Brot, welches die Kopten in ihrer Messe konsekrieren und teilte es an die Mitfahrenden aus. Das Brot besteht aus Weizenmehl und Sauerteig. Nach dem ersten Teil, den Bischof Damian mit viel Weihrauch ausführte, gestaltete Pfarrer Algermissen den zweiten Teil. Danach schloss sich ein Rundgang durch das Kloster an. Zum Abschluss konnte noch im Klosterladen eingekauft werden. Danach verabschiedete Exellenz die Anwesenden und wünschte allen eine gesegnete Rückkehr.

Mit vielen neuen Eindrücken versehen, ging es auf kürzestem Wege zurück nach Göttingen. Dem leitenden Team Dr. Marianne Kirsch und Margret Zimmermann ein großes Dankeschön.
K. Zimmermann