72-Stunden-Aktion - 2 Berichte

1. Bericht

Nachschau:   72 Stunden, 42 Teilnehmer und 1 Aufgabe: Helfen im koptischen Kloster von Brenkhausen.

Am 23.5. ging es los. Pünktlich um 17:07 Uhr startete der Auftaktgottesdienst in St. Michael und kurze Zeit später war es soweit: die Umschläge mit den Aufgaben für die nächsten 72 Stunden wurden verteilt. Gespannt wartete die Gruppe aus Maria Frieden – bestehend aus den Messdienern, Pfadfindern und Firmlingen – auf die Verkündung ihres Projektes. Erst konnten die Meisten mit der uns gestellten Aufgabe nicht viel anfangen. Trotzdem machten wir uns frohen Mutes mit einem großen Reisebus auf nach Brenkhausen. Dort angekommen erwartete uns Bischof Damian schon mit einem leckeren Buffet und viel Herzlichkeit. Nach langem Schlemmen, der Aufteilung der Zimmer und einer Tour durchs Kloster ging es schnell ins Bett, denn am nächsten Tag erwartete uns viel Arbeit.

Die kurze Nacht endete jäh mit dem schrillen Klingeln des Weckers. Nach Gruppenspielen, einem Morgengebet und dem Frühstück teilten wir uns in kleine Gruppen, um die Tagesaufgaben zu bewältigen: Einige schleppten Möbel und kistenweise Bücher, um sie in einen LKW zu verladen und nach Borgentreich und Bad Grund zu fahren, andere gruben eine meterlange und -tiefe Dränage, wieder andere schliffen und ölten Möbel. Eine weitere Gruppe war für das Museum zuständig und räumte dort auf, richtete und ordnete die Vitrinen und Ausstellungsgegenstände und wieder eine versorgte das Team mit Essen und Getränken.

Diese tagesfüllenden Aufgaben wurden nur durch eine Mittagspause im Sonnenschein und dem Besuch des Bürgermeisters von Höxter, Herrn Fischer, Herrn Lampe vom Caritasverband Hildesheim, Mitarbeitern der Steuerungsgruppe Frau Katharina Proske und Herrn Martin Richter und der Jugendreferentin Julia Canelo mit Jürgen Bömeke und Isabel Siebner unterbrochen. Nach getaner Arbeit fanden wir uns im Innenhof des Klosters zu einem gemütlichen Abendausklang bei Lagerfeuer und Stockbrot zusammen, bevor wir, erschöpft aber zufrieden in unsere Betten sanken. Einige kamen erst spät in der Nacht wieder, da sie noch kurzfristig mit nach Bad Grund fuhren, um dort beim Ausladen der Tonnen an Büchern zu helfen.

Auch am Samstag klingelte der Wecker früh und weiter ging die Arbeit nach einem ausgiebigen Frühstück und dem obligatorischen Morgengebet. Diesmal stand die Entrümpelung einer Wohnung und einer alten Tischlerei, sowie weiterhin die Drainage auf unserem Zettel. Hinzu kam kurzfristig die Bewirtung und Organisation einer Goldenen Hochzeitsfeier, sowie eines Hochzeitskaffeetrinkens. Fleißig wurde weitergearbeitet, auch wenn die Luft nach dem anstrengenden Vortrag merklich raus war. Nach einer langen Mittagspause räumten wir unsere Wirkungsstätten auf und gingen dann gemeinsam in den katholischen Gottesdienst in die angrenzende St. John-Baptiste-Kirche. Das anschließende Fußballspiel der ganzen Gruppe, inklusive Bischof Damian, weckte wieder ungeahnte Lebensgeister und trug zur Belustigung aller bei. Auch diesen Abend ließen wir bei Lagerfeuer und Stockbrot ausklingen, beschallt von der feiernden Hochzeitsgesellschaft im angrenzenden Raum.

Zu schnell ging die Zeit vorbei und am Sonntagmorgen machten sich die ersten schon früh auf den Weg, um rechtzeitig zur Erstkommunion in Maria Frieden wieder anwesend zu sein. Die Dagebliebenen nahmen an dem 2 ½ - Stunden dauernden koptischen Gottesdienst teil und fanden Freude und Freunde bei dem anschließenden Fußballspiel mit der koptischen Gemeinde und dem gemeinsamen Pizzaessen. Kurz schaute auch der Landrat von Höxter, Herr Spieker, vorbei.

Zu schnell schlug die Uhr 15 Uhr und der Reisebus fuhr vor, um unsere großartigen Helfer wieder nach Göttingen zu bringen, wo um 17:07 Uhr in St. Heinrich und Kunigunde der Abschluss stattfand. Nach einem Abschlussgottesdienst mit Dechant Schwarze und Martin Wirth konnte man sich noch über die einzelnen Projekte und Erlebnisse austauschen, bevor alle glücklich und erschöpft nach Hause fuhren.

In diesem Rahmen möchten wir uns nochmals von ganzem Herzen bei allen Teilnehmern der 72-Stunden-Aktion bedanken! Ihr seid großartig, denn ohne Euch wäre diese Aktion nicht möglich gewesen!
Für das Vorbereitungsteam der 72-h-Aktion aus Maria Frieden. A. Timmermann

2. Bericht

Großen Dank an alle Leiter und Unterstützer dieser 72 Std. Aktion

Ganz besonders möchte ich mich im Namen der Pfarrei Maria Frieden bei allen Gruppenleitern der Messdiener, der Pfadfinder und der Jugendlichen aus dem Kreis der neuen Firmlinge bedanken. Ihr habt einen Super Job gemacht. 33 Jugendliche und Kinder in 3 Tagen, sprich 72 Stunden so zu beschäftigen, dass sie mit vollem Elan und andauernder Begeisterung diese sicherlich nicht leichte Aufgabe mit Spaß und Energie erfüllt haben, ist ein Meisterstück. Natürlich darf man die Jugendlichen und Kinder, die diese Aufgabe erfüllt haben, nicht vergessen. Ihr seid super drauf gewesen und es hat uns als Besucher Spaß gemacht zu sehen mit welcher Begeisterung ihr bei der Sache ward.

Zusätzlich möchte ich hier aber zwei Personen nennen, ohne die diese Aktion niemals so super geklappt hätte. An dieser Stelle zuerst, Antje Timmermann. Antje hat mit einer Ruhe und einer genauen und präzisen Planung diese Aktion mit dem Vorbereitungsteam hauptverantwortlich vorbereitet und begleitet. Vielen vielen Dank dafür. Die zweite Person die hier zu erwähnen ist und ohne die das ganze nicht möglich gewesen wäre ist Bischof Damian, Leiter des koptisch orthodoxen Klosters in Brenkhausen. Bischof Damian schafft es immer wieder, trotz eines sehr großen Arbeitspensums, sich perfekt um seine Gäste zu kümmern. Sei es beim Arbeitseinsatz oder in der entsprechenden Freizeit. Sei es bei den Mahlzeiten, beim Gottesdienst oder beim Fußballspiel. Er ist immer ein wunderbarer Ansprechpartner und Vorbild für alle. Lieber Bischof Damian, herzlichen Dank für die tolle Zeit und für tolle Unterbringung und Bewirtung unserer Jugend in Ihrem Kloster. Es wird sicherlich für alle eine bleibende Erinnerung sein.
J. Bömeke/GLT