Ausfahrt der Wohnstiftgemeinde und Senioren der Gemeinde
Am Dienstag, 16. September, fuhren die Mitglieder der Wohnstiftgemeinde und Senioren und Seniorinnen der Gemeinde Maria Frieden bei herbstlichem Reisewetter mit dem Bus nach Bad Gandersheim zum Besuch der altehrwürdigen Stiftskirche.
Das erste Ziel war das Bauerncafé im Ortsteil Wolperode. Gestärkt durch Kaffee und Kuchen fuhr der Bus die Teilnehmer nach Bad Gandersheim. Für die Führung durch die romanische Kirche wurde die Gruppe geteilt.
Die Stiftskirche, volkstümlich auch Dom genannt, ist in der Anlage ein Kirchenbau aus ottonischer Zeit mit einem zweitürmigen Westwerk. Der Baubeginn 846, die Weihe 881, in der Mitte des 12. Jahrhunderts erneuert, die Seitenkapellen kamen im 14. und 15. Jahrhundert dazu. Von der einstigen Ausstattung ist noch das Stifterbildnis des Sachsenherzogs Liudolf (13. Jahrhundert), der Marmorsarkophag der Fürstäbtissin Elisabeth Ernestine Antonie von Sachsen-Meiningen (18. Jahrhundert) und ein gotischer Marienaltar erhalten. Die Stiftskirche war von ihrer Weihe bis 1810 der Mittelpunkt eines adligen Damenstiftes, somit eine geistliche Frauengemeinschaft mit Landbesitz und eigener Gerichtsbarkeit. Die bekannteste Stiftsdame und Frauengestalt war Roswitha von Gandersheim, (um 935 bis 980) eine ungewöhnliche, äußerst gebildete Frau, erste deutsche Dichterin, die mit vielen Persönlichkeiten ihrer Zeit korrespondierte.
Nach den Führungen hielt Pfarrer Algermissen in der Stiftskirche die Andacht. Danach ging es zum Bus zurück. Pünktlich um 19.30 Uhr wurde das Wohnstift erreicht. Den Teilnehmern hat es gefallen, alle haben viele neue Eindrücke erfahren und Kenntnisse erhalten.
Der Organisatorin, Frau Margret Zimmermann, ein großes Dankeschön.
K. Zimmermann



